Wirbeltherapie nach Dorn

Am Anfang steht immer das Messen der Beinlänge. Sollten die Beine verschieden lang sind, steht das Becken schief, und auf einer schiefen Basis kann sich die Wirbelsäule nicht statisch exakt aufbauen.
In vielen Fällen ist ein Bein länger, weil es aus dem Hüftgelenk "subluxiert", also "draußen" ist oder auf eine Blockade des Kreuzbein-Darmbein-Gelenks.
Verursacht werden diese Fehlstellungen unter anderem durch langes Sitzen,
Beine-Übereinanderschlagen, und Autofahren.

Mit Hilfe speziellen Hebelgriffen werden die Beinlängendifferenz, das Kniegelenk sowie das Sprunggelenk wieder repositioniert und das Becken in eine statisch exakte Lage gebracht

Auf der nun guten Basis der gleichen Beinlängen werden die einzelnen Wirbel auf richtige Lage kontrolliert und gegebenenfalls mittels einer speziellen sanften Druckmethode unter Bewegung wieder in ihre normale Lage gedrückt. Nun übt der Therapeut während des Ausatmens mit dem Daumen gezielt Druck auf die Wirbelfortsätze aus, tastet mit beiden Daumen die Wirbelsäule links und rechts von unten nach oben ab. Dabei pendelt der (bis zum 8. Brustwirbel) stehende Patient mit beiden Armen (bei der Brustwirbelsäule) oder mit dem Bein (beim Lendenwirbelbereich), wodurch Zug in der Muskulatur entsteht. Der Wirbel gleitet so in seine richtige Position zurück.

Selbst das Einrichten der Halswirbelsäule geschieht auf ungefährliche Weise. Es wird nie ruckartig gerissen oder gerenkt, sondern immer nur mit dem Daumen Druck auf eine Stelle ausgeübt. Nachdem die Muskeln gelockert sind, wird der Kopf leicht auf die Seite geneigt und der Patient macht fortwährend Nein-Bewegungen, während der Therapeut auf den Wirbel Druck ausübt, bis er an die richtige Stelle zurückgleitet.

Im Anschluss der Therapie ist darauf zu achten, dass der Patient mit Hilfe einer Übung dafür sorgt, dass die neuerworbene Statik des Skelettsystems erhalten bleibt.  

Das Beine-Übereinanderschlagen sollte sich der Patient abgewöhnen, denn hier zieht das Gewicht leicht den Oberschenkel aus dem Gelenk und es kann zu einer schiefen Sitzposition kommen.

Nach der Dorn-Behandlung sollte der Patient zwei bis drei Tage Anstrengungen jeder Art vermeiden. An den korrigierten Wirbeln kann Muskelkater-Schmerz auftreten. Er ist ein Zeichen für die Stabilisierung der neuen Wirbellage. In dieser Zeit sollte viel Wasser und Kräutertee getrunken werden, um den eingetretenen Entgiftungsprozeß (aufgestaute Gifte und Ablagerungen in den Geweben werden frei) zu unterstützen.


Oft kann man bereits nach wenigen Behandlungen eine starke Besserung der Beschwerden und eine niedrige Rückfalltendenz vermerken.
Eine Behandlung nach Dorn bewirkt weiters eine Lockerung von Verspannungen und Flexibilisierung der Wirbelsäule.
Auch bei starken Fehlhaltungen der Wirbelsäule hat sich die Dorn Methode als erfolgreich erwiesen, in solchen Fällen dauern die Behandlungszyklen allerdings etwas länger.

Die konsequente Mitarbeit des Klienten ist ebenfalls ausschlaggebend für das Therapieergebnis